Kinco AK840M und RP20 – Support, Anschlussplan & Inbetriebnahme
Alles für deinen Kinco AK840M und RP20 nach dem Kauf – für die CODESYS-SPS AK840M mit den BD20-Karten und den EtherCAT-Buskoppler RP20C-ECT, beide mit allen RP20-E/A-Modulen:
Interaktiver Anschlussplan: Versorgung mit Strombilanz am K-Bus, EtherCAT, Ethernet, Modbus RTU, PNP- und NPN-Geber, Drehgeber, Lasten, Relais, Messumformer 0–10 V und 4–20 mA, Analogausgänge, Pt100, Thermoelemente und die BD20-Karten (CANopen, RS-485, RS-232), mit Leitungsquerschnitten und Parametern
Erste Schritte: Inbetriebnahme in 13 Schritten, von der Hutschiene bis zum ersten Signal in CODESYS
Maße & Montage: Breite deiner Station, Hutschiene und Stecker
Downloads: Handbücher von AK840M und RP20-Modulen, Gerätepaket für CODESYS, ESI-Datei des Kopplers, Maßzeichnung und 3D-Modelle
Kostenfreier Support von spstiger, wenn du nicht weiterkommst
Interaktiver Anschlussplan
Tippe in der Zeichnung auf eine Klemme oder Leitung, um Details zu sehen.
Klemmenübersicht AK840M
| Klemme | Gruppe | mm² | Funktion |
|---|---|---|---|
| USB-C | USB-C | – | USB-OTG für Firmware-Updates und Programme vom USB-Stick (FAT32), z. B. mit Adapter USB-A auf USB-C. Programmieren nicht über USB, sondern über Ethernet1 oder Ethernet2 (Handbuch Kap. 3.3, 8.3). |
| EtherCAT | EtherCAT und Ethernet | – | EtherCAT-Master für bis zu 32 Achsen, Synchronzyklus ab 1 ms (8 Achsen bei 1 ms). Kabel zum IN des ersten Slaves, z. B. RP20C-ECT oder Servoantrieb (Handbuch Kap. 3.3). |
| Ethernet1 | EtherCAT und Ethernet | – | Programmieren mit CODESYS, Modbus TCP Master oder Slave (bis 31 Slaves je Schnittstelle). IP-Adresse ab Werk 192.168.1.100 (Handbuch Kap. 4). |
| Ethernet2 | EtherCAT und Ethernet | – | Zweites, getrenntes Netz: ebenfalls Programmieren und Modbus TCP. IP-Adresse ab Werk 192.168.2.100 (Handbuch Kap. 4). |
| 485+ | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | RS-485 Plus. Modbus RTU Master oder Slave, bis 31 Slaves (Handbuch Kap. 3.3, 5.1). |
| 485− | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | RS-485 Minus. |
| SG | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | Bezug (Signalmasse) der RS-485. |
| +24V | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | Versorgung 24 V DC (19,2–28,8 V), 6 W ohne, bis 20 W mit Erweiterungen; verpol- und überstromgeschützt (Handbuch Kap. 3.2). |
| 0V | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | Bezug der Versorgung. |
| ⏚ | Versorgung und RS-485 (6-polig) | 0,2–1,5* | Erde („Power Supply Ground“ im Handbuch), an die Erdschiene des Schaltschranks. |
| I0 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. HSC0 Spur A bzw. Puls, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I1 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. HSC0 Spur B bzw. Richtung, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I2 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. HSC1 Spur A bzw. Puls, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I3 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. HSC1 Spur B bzw. Richtung, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I4 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. Latch-Eingang HSC0, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I5 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. |
| I6 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. Latch-Eingang HSC1, bis 200 kHz (Handbuch Kap. 8.8). |
| I7 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Digitaleingang 24 V DC, PNP oder NPN über M; 1-Signal ab 11 V (2 mA), 0-Signal bis 5 V. |
| M | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Gemeinsamer Bezug der Eingänge I0–I7. PNP-Geber: M an 0 V. NPN-Geber: M an +24 V (Handbuch Abb. 5.2-2). |
| Q0 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q1 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q2 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q3 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q4 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q5 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q6 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| Q7 | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Transistorausgang PNP, schaltet +24 V aus L+ auf die Last, max. 300 mA; ohmsch 7,2 W, induktiv 3,6 W je Kanal, kurzschlussfest (Handbuch Kap. 3.4). |
| L+ | Ein- und Ausgänge (2 × 9) | 0,2–1,5* | Versorgung der PNP-Ausgänge mit +24 V. Lasten gehen von Qx gegen 0 V (Handbuch Abb. 5.2-2). |
* Klemmbereich nicht im Handbuch angegeben, hergeleitet.
Erste Schritte mit AK840M und RP20
Der AK840M ist eine CODESYS-SPS mit EtherCAT-Master, der RP20C-ECT ein EtherCAT-Buskoppler. Beide nehmen rechts bis zu 16 RP20-E/A-Module auf – dieselben Module, dieselbe Verdrahtung. Wähl deinen Kopf, dann siehst du nur die Schritte, die für dich gelten.
Montage, Verdrahtung und Stecker ziehen nur ohne Spannung (Handbücher Kap. 1).
Schutzart IP20: AK840M, Koppler und Module gehören in einen Schaltschrank.
Steuer- und Busleitungen mindestens 100 mm entfernt von Leistungsleitungen verlegen, nicht im selben Bündel.
Für Ausgänge und Lasten externe Sicherungen vorsehen; Not-Halt und Verriegelungen außerhalb der SPS aufbauen.
Was sitzt bei dir links in der Station?
1Station planen: Module, Reihenfolge, K-Bus-StromPflicht
Links sitzt der Kopf – AK840M oder RP20C-ECT –, rechts davon bis zu 16 RP20-Module in beliebiger Reihenfolge.
Kopf und Module sprechen über den K-Bus. Der AK840M liefert dafür 5 V mit etwa 1500 mA, der Koppler 2 A. Reicht das nicht, setzt du ein RP20-PW dazwischen: Es versorgt die Module rechts davon wieder mit 2 A.
Im Anschlussplan steckst du deine Station zusammen; unter der Modulkette steht die Strombilanz je Abschnitt.
K-Bus-Strom der Module (5 V)
Modul Strom RP20-1600DT, -0016DTP, -0808DTP, -0008DR 135 mA RP20-0400IV, -0202IV 150 mA RP20-0004IV 140 mA RP20-0400RD, -0400TC 160 mA RP20-PW liefert 2000 mA Rechnung laut Handbuch: Ströme einfach addieren (AK840 Kap. 10.3). Beispiel: 10 Digitalmodule brauchen 1350 mA und passen gerade noch an den AK840M.
Thermoelement-Module nicht direkt neben Koppler, RP20-PW oder Ausgangsmodule setzen: Deren Wärme verfälscht die interne Vergleichsstelle (Analog-Handbuch Kap. 8.3.4).
Quelle: AK840 Kap. 3.3, 10.3; Koppler-Handbuch Kap. 5, 11.1
2Auf die Hutschiene setzenPflicht
Hutschiene 35 mm, 1 mm dick (7,5 oder 15 mm hoch). Dünnere Schienen halten nicht sicher, dickere lassen die Rastung nicht schließen.
Zuerst den Kopf: Rastlasche oben hochziehen, senkrecht auf die Schiene setzen, Lasche loslassen.
Am Koppler vorher die Abdeckplatte an der rechten Seite abnehmen. Dann jedes Modul mit seinen Führungen oben und unten in das vorige einfädeln, nach hinten schieben bis zur Schiene und einrasten lassen.
Zum Schluss links und rechts je einen Endhalter passend zur Schiene setzen – er gehört nicht zum Lieferumfang.
Abbauen: Endhalter lösen, Rastlasche mit einem Schlitzschraubendreher anheben, Modul nach vorn abnehmen (Handbücher Kap. 7.2 bzw. 8.2).
Quelle: AK840 Kap. 7.2; DIO-Handbuch Kap. 8.2; Koppler-Handbuch Kap. 8.2
3Versorgung anschließenPflicht
Kopf: 24 V DC an den Versorgungsstecker – am AK840M an B1 (+24V), B2 (0V), B3 (Erde) des 6-poligen Steckers, am Koppler an Spalte A. Spalte B des Kopplers ist durchverbunden und dient zum Weiterschleifen.
Module: Ausgangsmodule (L+/L−), das Relaismodul (Spulen 24V/0V) und die Module mit Analogausgängen (24V/0V) brauchen 24 V an ihren eigenen Klemmen in Reihe 9. Eingangs- und Temperaturmodule brauchen keine.
RP20-PW: 24 V an 24V, 0V und Erde; die übrigen Klemmen verteilen die 24 V weiter.
Verdrahtung „Versorgung 24 V“ zeigenVerdrahtung „Feldversorgung L+/L−“ zeigenVerdrahtung „Versorgung 24 V“ zeigenVerdrahtung „Versorgung RP20-PW“ zeigen
Quelle: AK840 Kap. 5.1, 5.5; DIO-Handbuch Kap. 7; Analog-Handbuch Kap. 7; Koppler-Handbuch Kap. 6.1
4Ein- und Ausgänge verdrahtenPflicht
Alle Stecker sind steckbare Federklemmen: Ader einstecken, zum Lösen den orangen Drücker betätigen. Den ganzen Stecker kannst du zum Verdrahten abziehen; Ersatz gibt es als RP20-Klemmenleiste.
Digitaleingänge: AK840M und RP20-1600DT nehmen PNP- oder NPN-Geber, je Gruppe eine Logik über M bzw. 1M/2M. Das RP20-0808DTP nimmt nur PNP-Geber.
Digitalausgänge schalten +24 V (PNP). Analogeingänge: Spannung an X+ und X−, Strom an RX und X−. Werkseinstellung ist 4–20 mA.
Pt100 am RP20-0400RD mit 3 Leitern, bei 2 Leitern Brücke zwischen 2. und 3. Klemme.
Einen Klemmbereich nennen die Kinco-Handbücher nicht; 0,5 mm² für Signale und 0,75 mm² für die Versorgung passen in übliche Push-in-Klemmen dieser Größe (hergeleitet).
Verdrahtung „PNP-Geber an I0, I1“ zeigenVerdrahtung „Lasten an Q0, Q1“ zeigenVerdrahtung „PNP-Geber“ zeigenVerdrahtung „Messumformer 4–20 mA an Kanal B“ zeigenVerdrahtung „Pt100 3-Leiter an Kanal A“ zeigen
Quelle: AK840 Kap. 5.2; DIO-Handbuch Kap. 7; Analog-Handbuch Kap. 7
5Einschalten und LEDs prüfenPflicht
Nach dem Einschalten leuchtet am Kopf PWR. An jedem Modul zeigt PR den Zustand: langsam blinkend heißt „noch nicht vom Master eingerichtet“ – das ist vor dem ersten Download richtig.
LED Bedeutung PWR an Versorgung in Ordnung (AK840M und Koppler) BUS an (AK840M) Module erkannt · blinkt: Fehler an einem Modul SF an (Koppler) Fehler am K-Bus ERR an Fehler am EtherCAT-Bus PR langsam blinkend Modul wartet auf Konfiguration PR an Modul läuft Err an (Modul) interner Fehler des Moduls Quelle: AK840 Kap. 4; DIO-Handbuch Kap. 5; Koppler-Handbuch Kap. 4
6AK840M: CODESYS und Gerätepaket installierenAPflicht
Programmiert wird mit CODESYS V3.5 (das Handbuch zeigt SP19). Das Gerätepaket „Kinco XMLs for AK84x … .package“ aus dem Download-Center enthält AK840M, BD20-Karten und RP20-Module.
Paket installieren
CODESYS öffnen, Tools → CODESYS Installer.
Im Installer Install File wählen und die .package-Datei öffnen. CODESYS vorher schließen, sonst bricht die Installation ab.
Die Abfrage mit „I want to continue despite the missing signature“ bestätigen und Continue klicken.
Warten, bis die Installation fertig ist, Installer schließen und CODESYS neu starten.
Quelle: AK840 Kap. 8.1, 8.2
7AK840M: verbinden und erstes Programm ladenAPflicht
PC per Patchkabel an Ethernet1 und am PC eine feste Adresse im Netz 192.168.1.x einstellen, z. B. 192.168.1.10 / 255.255.255.0. Der AK840M hat ab Werk 192.168.1.100 an Ethernet1 und 192.168.2.100 an Ethernet2.
In CODESYS
Neues Standardprojekt anlegen und als Gerät den AK840M wählen.
Doppelklick auf Device, unter Kommunikationseinstellungen das Netzwerk durchsuchen und den AK840M wählen.
Schalter RUN/STOP oben am Gerät auf RUN.
In der Symbolleiste Login, die Frage nach dem Laden mit Yes bestätigen, danach Start.
Ohne Netzwerk geht es auch per USB-Stick oder FTP (Handbuch Kap. 8.4).
Modbus TCP Slave an ETH1 (Port 502, Station 1) ist im neuen Projekt schon angelegt (Kap. 8.6.1).
Verdrahtung „PC an Ethernet1“ zeigen
Quelle: AK840 Kap. 4, 8.4.1, 8.6.1
8AK840M: RP20-Module und BD20-Karten einbindenAPflicht
Die RP20-Module hängst du in CODESYS unter localbus an – von Hand und genau in der Reihenfolge auf der Hutschiene, sonst meldet der K-Bus einen Fehler.
Jedes Modul bekommt seine Adressen automatisch. Du findest sie im Modul unter Module I/O Mapping: dort Variablen zuordnen oder die Adressen (Byte/Bit) direkt im Programm verwenden.
BD20-Karten: Rechtsklick auf EXP_0 bzw. EXP_1 → Gerät anhängen → Karte wählen. Danach unter Device die Schnittstelle anlegen, z. B. CANbus mit CANopen-Manager (BD20-CAN) oder Modbus Master 485 (BD20-COM).
Analog- und Temperaturmodule: Messbereich, Filter und Verhalten bei Verbindungsverlust stellst du in den Startparametern des Moduls ein (Analog-Handbuch Kap. 8).
Verdrahtung „PNP-Geber“ zeigenVerdrahtung „BD20-CAN: CANopen“ zeigenVerdrahtung „BD20-COM: RS-485“ zeigen
Quelle: DIO-Handbuch Kap. 9.2.2; Analog-Handbuch Kap. 11.2.2; AK840 Kap. 8.10, 8.11
9AK840M: IP-Adresse ändernAOptional
In CODESYS
Einloggen, Doppelklick auf Device → Reiter PLC Parameters.
Für die gewünschte Schnittstelle die neue Adresse in die Spalte für den Vorgabewert eintragen.
Oben rechts Write Parameters klicken.
Gerät neu starten – erst dann gilt die neue Adresse.
Quelle: AK840 Kap. 8.5
10AK840M: Firmware aktualisieren⚠ AchtungAOptional
Programm geht verloren
Firmware-Dateien mit der Endung „delapp“ löschen das Anwenderprogramm im AK840M.
Per USB-Stick
Firmware-Datei ins Hauptverzeichnis eines USB-Sticks mit FAT32 kopieren.
Stick in die USB-C-Buchse stecken (Stick mit USB-C oder Adapter) und den AK840M aus- und einschalten.
RUN blinkt grün: Update läuft, nicht ausschalten. RUN dauerhaft grün: fertig.
Alternativ über CODESYS (Datei unter Device → Files ins Hauptverzeichnis) oder per FTP (Handbuch Kap. 8.3).
Quelle: AK840 Kap. 8.3
11Koppler: ESI-Datei installierenEPflicht
Die Gerätebeschreibung RP20_ECT_….xml aus dem Download-Center enthält den Koppler und alle RP20-Module – eine eigene Datei je Modul gibt es nicht.
In CODESYS
Tools → Device Repository.
Install… wählen, die XML-Datei öffnen und warten, bis die Installation fertig ist.
Andere EtherCAT-Master lesen dieselbe ESI-Datei; die Schritte heißen dort anders.
Quelle: Koppler-Handbuch Kap. 9.1, 9.2
12Koppler: Station einlesen und Variablen zuordnenEPflicht
Patchkabel vom Master an IN des Kopplers, weitere Slaves an OUT.
In CODESYS
Unter dem EtherCAT-Master Scan for Devices und danach Copy All Devices to Project – der Koppler kommt samt Modulen in der richtigen Reihenfolge ins Projekt.
Ohne angeschlossene Station: Rechtsklick auf den Master → RP20C_ECT anhängen, dann am Koppler die Module in der Reihenfolge auf der Hutschiene anhängen.
Je Modul unter Module I/O Mapping Variablen zuordnen oder die Adressen direkt verwenden.
Laden und starten: RUN am Koppler leuchtet dauerhaft (Zustand OP).
Digitale Module übertragen ihre Kanäle byteweise; die Startparameter (Filter, Messbereich, Verhalten bei Verbindungsverlust) stellst du je Modul ein.
Verdrahtung „EtherCAT“ zeigenVerdrahtung „Weiterer Slave an OUT“ zeigen
Quelle: Koppler-Handbuch Kap. 9.3, 9.4
13Koppler: Fehler findenEOptional
SF zeigt einen Fehler am K-Bus, ERR einen am EtherCAT. Die Ursache steht im Reiter CoE Online des Kopplers.
Objekt Inhalt 0x3012:01 K-Bus-Fehlercode, z. B. 0x08 = K-Bus unterbrochen, 0x20 = Module passen nicht zur Konfiguration 0x3012:02 Kennung des Moduls an der Unterbrechung 0x3010:01 EtherCAT-Fehlercode, z. B. 0x04 = Watchdog, 0x08 = Synchronisation 0xA000 + 0x10 × (n − 1), Subindex 4 Fehlercode des Moduls an Position n: 0x01 Master, 0x02 Modul, 0x03 falsche Modulkennung Das Handbuch nennt für die Tabelle der K-Bus-Codes einmal Subindex 1 und einmal Subindex 4; hier Subindex 1 nach der Objektbeschreibung.
Quelle: Koppler-Handbuch Kap. 10; DIO-Handbuch Kap. 10
Stand 1.0 · 05.10.2026 · Quelle: AK840 User Manual V004 (07/2025), RP20 DIO Module User Manual V001 (05/2025), RP20 Analog Module User Manual V001 (04/2025), RP20 EtherCAT Coupler User Manual V002 (07/2025); Menünamen in CODESYS V3.5 SP19 wie im Handbuch (englische Oberfläche). Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation und Inbetriebnahme nur durch eine Elektrofachkraft.
Maße und Montage
Kopf und Module sitzen senkrecht auf einer 35-mm-Hutschiene: links der AK840M oder der Koppler, rechts die RP20-Module, ganz rechts die Abdeckung. Die Zeichnung zeigt deine Station aus dem Anschlussplan, projiziert aus den 3D-Modellen von Kinco.
Stecker und Leitungen
AK840M Versorgung und RS-485
- Ausführung
- 6-polig, 2 × 3, steckbare Federklemme mit Verriegelung
- Querschnitt
- nicht angegeben
AK840M Ein- und Ausgänge
- Ausführung
- 18-polig, 2 × 9, steckbare Federklemme
- Querschnitt
- nicht angegeben
RP20C-ECT Versorgung
- Ausführung
- 2 × 3, Spalten A und B verbunden
- Querschnitt
- nicht angegeben
RP20-Module
- Ausführung
- 18-polig, 2 × 9, steckbare Federklemme
- Querschnitt
- nicht angegeben
EtherCAT, Ethernet
- Ausführung
- RJ45, Cat5e oder besser, max. 100 m
Ersatzstecker gibt es als RP20-Klemmenleiste.
Die Kinco-Handbücher nennen keinen Klemmbereich; im Anschlussplan sind 0,2–1,5 mm² als Annahme hinterlegt und gekennzeichnet.
Montage Schritt für Schritt
1Einbauort wählen
Schutzart IP20: Die Station gehört in einen Schaltschrank, Betrieb bei −20 bis 55 °C.
Die Station senkrecht auf eine waagrechte Hutschiene setzen (35 mm breit, 1 mm dick, 7,5 oder 15 mm hoch). Die Schiene liegt 5 mm unter der Gerätemitte.
Mindestabstände nennen die Handbücher nicht. Lass oben und unten Platz für die Rastlaschen und die Leitungen.
2Station aufsetzen
Montage nur ohne Spannung.
Kopf auf die Hutschiene setzen: Rastlasche oben hochziehen, Gerät senkrecht aufsetzen, Lasche loslassen.
Am Koppler die Abdeckplatte rechts abnehmen, am AK840M die seitliche Abdeckung.
Jedes Modul mit den Führungen oben und unten in das vorige einfädeln, nach hinten schieben und einrasten lassen.
Die Abdeckung auf das letzte Modul setzen und links und rechts je einen Endhalter passend zur Schiene festschrauben (nicht im Lieferumfang).
3Modul tauschen
Spannung abschalten, Endhalter lösen.
Rastlasche des Moduls mit einem Schlitzschraubendreher anheben.
Modul nach vorn abnehmen; die Module dahinter bleiben stecken.
Neues Modul einfädeln, einrasten, Endhalter wieder festschrauben.
4Leitungen anschließen
Alle Stecker sind steckbare Federklemmen: Ader einstecken, zum Lösen den orangen Drücker betätigen. Zum Abziehen den Stecker am Griff nach vorn ziehen.
Vorne am Modul sitzen Befestigungspunkte, an denen du die Leitungen mit Kabelbindern sicherst.
Querschnitt und Abisolierlänge nennen die Handbücher nicht; übliche Werte für diese Klemmengröße sind 0,2–1,5 mm² (hergeleitet).
Verdrahtung „Versorgung 24 V“ zeigenVerdrahtung „PNP-Geber an I0, I1“ zeigen
Stand 1.0 · 05.10.2026 · Quelle: AK840 User Manual V004 Kap. 3.3, 6, 7; RP20 DIO Module User Manual V001 Kap. 8; RP20 EtherCAT Coupler User Manual V002 Kap. 7, 8; Kinco-3D-Modelle AK840M, RP20C-ECT, RP20 IO modules. Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation nur durch eine Elektrofachkraft.
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KontaktformularE-Mail an support@spstiger.deFrage im Community-Forum
Weitere Kontaktwege: Supportkontakte
Wir haben diese Seite sorgfältig aus den Herstellerunterlagen erstellt und geprüft. Trotzdem kann sich ein Fehler eingeschlichen haben. Maßgeblich sind immer das Handbuch des Herstellers und die geltenden Normen. Ist dir etwas aufgefallen? Sag uns kurz Bescheid – wir korrigieren es gern.
Downloads
Handbuch der digitalen RP20-Module, Handbuch des Kopplers und den RP20-Katalog findest du an den RP20-Artikeln unter „Downloads“:
Hier für die ganze Serie: Handbücher von AK840M und RP20-Modulen, Gerätepaket für CODESYS, ESI-Datei des Kopplers, Maßzeichnung und 3D-Modelle: